Baustoff

Der Matrixaufbau von herkömmlichen Bauplatten wurde bei der Entwicklung von AESTUVER in Frage gestellt. Durch eine neue Matrixformulierung konnten die üblichen Komponenten wie Sand, Zement und Fasern durch High-Tech-Materialien ersetzt werden: Anstelle von Sand, der für den Einsatz in einer Brandschutzplatte mit vielen Nachteilen behaftet ist, wird die AESTUVER Matrix mit Blähglasgranulat angereichert, die nur 1/10 des Rohgewichtes und erheblich bessere bauphysikalische Eigenschaften als Sand aufweisen. Statt Zellulose- oder Kunststofffasern werden für die Bewehrung von AESTUVER Glasfaserleichtbeton alkaliresistente Glasfasern eingesetzt, die der Platte eine hohe Druck- und Biegezugfestigkeit verleihen.

Glasfaserleichtbeton

AESTUVER Faserspritzverfahren

Das AESTUVER Faserspritzverfahren:
Mit dem bewährten AESTUVER Faserspritzverfahren steht eine Fertigungstechnik zur Verfügung, die den Einbau von längeren Glasfasern ermöglicht. Diese weisen wesentlich bessere Bewehrungseigenschaften auf. Beim Spritzvorgang wird die Endlosglasfaser in einem Schneidwerk in bis zu 5 cm lange Stücke zerschnitten und direkt in den Mörtelstrahl eingeblasen. Glasfasern und Matrix werden in einem automatischen Fertigungsprozess gleichmässig und unter hohem Druck schichtweise aufgetragen.
AESTUVER Platten weisen deshalb eine dichte und gleichmässig verteilte Faserstruktur über den gesamten Plattenquerschnitt auf. Durch dieses Verfahren ist es möglich, dünne Platten mit hoher Druck- und Biegezugfestigkeit sowie hoher Abriebfestigkeit herzustellen. Glatte, stabile Oberflächen und homogene Kanten gestatten vielseitige Einsatz- und Bearbeitungsmöglichkeiten.

Sandwichaufbau

Sandwichaufbau

Im Gegensatz zu den homogen im Spritzverfahren hergestellten Platten unter 15mm Dicke werden Plattendicken ab 15 mm Dicke mit dem AESTUVER Sandwichaufbau hergestellt. Der Vorteil liegt darin, dass der Plattenkern eine wesentlich geringere Rohdichte aufweist als die in der Praxis höher beanspruchten Deckschichten. So gelingt es, das Gewicht möglichst gering zu halten. Eine 40 mm dicke AESTUVER Platte weist daher ein wesentlich geringeres Gewicht auf als eine gleich dicke Gipsfaser-Platte.

AESTUVER als Brandschutzplatte

AESTUVER als Brandschutzplatte

AESTUVER Brandschutzplatten gehören zur Baustoffklasse A1 und sind nicht brennbar nach DIN 4102 Teil 1; DIN EN 13501-1. Die generelle Eignung als Baustoff für den vorbeugenden Brandschutz ist daher gegeben. Darüber hinaus wurde eine Vielzahl von Bauteilkonstruktionen nach DIN 4102 geprüft und klassifiziert. Hierzu zählen z. B. Brandschutzbekleidungen von Tragwerken, von Elektrokabeln und Blechkanälen, selbständige Bauteile wie Lüftungsleitungen und Kabeltrassen, Wand- und Deckenkonstruktionen für Fluchtwege. Neben den hohen Anforderungen des Wärmedurchganges und der Standfestigkeit dürfen in Rettungswegen keine toxischen und sichtmindernden Gase freigesetzt werden. Die Zusammensetzung von AESTUVER Platten ohne brennbare Bestandteile garantiert, dass im Brandfall von ihnen keine giftigen Gase freigesetzt werden. Die in Rettungswegen oftmals vorhandenen grossen Brandlasten durch haustechnische Installationen werden durch AESTUVER Konstruktionen sicher gekapselt.

Druckfest

Druckfest

Die hohe Druckfestigkeit von AESTUVER Platten wird durch die Verwendung von Blähglasgranulat und langen Glasfasern im Matrixaufbau sichergestellt. Eine dichte, homogene Plattenstruktur trägt ebenfalls zur hohen Druckfestigkeit bei.

Biegezugfest

Biegezugfest

Die hohe Biegezugfestigkeit von AESTUVER Platten resultiert aus der Verwendung von langen Glasfasern, die in einem automatischen Fertigungsprozess flächig ausgerichtet und über die gesamte Plattenstruktur gleichmässig verteilt werden.

Abriebfest

Abriebfest

Die hohe Abriebfestigkeit von AESTUVER Platten wird in erster Linie durch eine gleichmässige Verdichtung der Oberfläche erreicht. Die verfahrenstechnisch optimierte Sichtoberfläche weist nahezu keine sichtbaren Poren auf und ist durch ihr glattes Oberflächenfinish sehr gut gegen Abrieb gesichert.

Wasserbeständig

Wasserbeständig

Im Vergleich zu zellulosearmierten Faserplatten zeichnen sich AESTUVER Platten durch eine besonders gute Wasserbeständigkeit aus. Dieser Vorteil resultiert aus dem Matrixaufbau mit Mikro-Blähglasgranulat und Glasfasern, die kein Wasser aufnehmen und somit nicht verrotten können. In Wasser-Testversuchen wurde die Wasseraufnahmefähigkeit von AESTUVER Platten mit denen zellulosearmierter Kalzium-Silikat-Platten verglichen. Während AESTUVER Platten auf dem Wasser schwimmen, saugen sich herkömmliche Faserplatten voll und sinken zu Boden. Die Gewichtszunahme durch Feuchtigkeitsaufnahme ist daher ein nicht zu unterschätzender Faktor beim Einsatz herkömmlicher Faserplatten. Auch durch eine Unterwasserlagerung verändern sich die physikalischen Eigenschaften nur unwesentlich.

Frostbeständig

Frostbeständig

Die Frostbeständigkeit wurde in langen Testreihen über 100 Frost-Tau-Wechsel untersucht. Der AESTUVER Brandschutzplatte wurde eine sehr gute Beständigkeit gegenüber Frost bescheinigt.

Verarbeitungsvorteile

AESTUVER Verarbeitungsvorteile

Die hervorragenden mechanischen Eigenschaften von AESTUVER Platten verleihen diesem Werkstoff vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Sowohl die industrielle Verarbeitung zu standardisierten Bauteilen und Bausystemen, als auch die individuelle, massgeschneiderte Herstellung von Bauteilen auf der Baustelle sind problemlos möglich. Die glatten Oberflächen sind zudem ein idealer Untergrund zum Streichen, Tapezieren oder Beschichten. Aufgrund der hohen mechanischen Festigkeit eignen sich AESTUVER Platten vorzüglich zum Sägen, Fräsen, Bohren, Nageln und Schrauben. Der Vorteil der guten maschinellen Bearbeitbarkeit wird noch erhöht durch die geringen Staubemissionen. Während bei Zellulosefaserplatten ein feiner Staub anfällt, entsteht bei der Bearbeitung von AESTUVER ein grobes Abfallmehl, das sich gut absaugen lässt und eine Verstopfung der Filtersäcke wesentlich reduziert.

Reinigungsfähig

Reinigungsfähig

Aufgrund der gleichmässigen, glatten und festen Oberfläche ist die Reinigung der Platten mit den verschiedensten Reinigungsverfahren, Wasser- und Dampfstrahlen sowie die Verwendung von Reinigungszusätzen, problemlos und dauerhaft möglich (gemäss Reinigungsempfehlung).